13. April 2011

Der Brief an meinen Vater! / Lernt man durch Erfahrung?

Hallo Papa!
Die Bombe ist geplatzt &wir müssen wieder zurück zu den Pellegrinis!
Aber erst ab Juni! Außerdem hab ich mir die Familien umsonst gesucht, bin also umsonst von haus zu haus, wie eine obdachlose fast, unverstanden, in einem anderen Land soweit von daheim, ohne Familie, ohne Heim, gefragt, erzählt, erklärt, geweint, gefunden..
alles für nichts..
bis mai bleib ich eben bei den sabattes und dann schicken sie mich in ein haus das ich nicht kenne.. aber nur ein monat!
JA ein monat von mai bis juni... und dann die restliche zeit zu pellegrinis! das musste ich heute unterschreiben genauso wie maren! heute war der präsident mit dem vizepräsident vereint & seiner frau, meiner consejera..
o ja.. o ja.. wieder einer dieser tage.... schön langsam kann ich beginnen ne liste zu schreiben " die schlimmsten tage meines lebens!" 
ich habe allerdings dazugelernt, keine einzige träne mehr ist mir über die wangen gerollt... maren kannte die situation ja noch nicht & hat furchtbar geweint... und war ganz fertig.. ich bin aufrecht streng dagesessen , genickt, gegrinst, ich verstehe gesagt,... wenn wir das nicht unterschrieben hätten, wie schon beim ersten mal, wär ich schon morgen daheim... also... SO IST DAS, erpressung wird hier groß geschrieben ... und wieder haben sie mir sachen versprochen & wieder haben sie sie gebrochen!
Ich lächelte, aber versuchte nicht, etwas zu fühlen, was ich nicht fühlte.
Ich habe den selben Fehler nicht zweimal begangen, ich riskiere mein Herz nicht mehr für etwas, das es nicht wert ist! Denn Nein ich habe keine hoffnung mehr in die leute hier.. oder lass mich es besser ausdrücken ins rotary & das ist das einzig wirklich traurige, das ich mir vorwerfen kann, ich habe die Hoffnung in das Gute im Menschen verloren,& solle sie auch wieder kommen, jetzt habe ich sie nicht mehr!
Und das ist wirklich das Einzige, dass mich gerade traurig macht, denn... Ich habe mir nichts vorzuwerfen..
Ich habe gekämpft papa, ich habe gekämpft... lange & gut.. Aber ich weiß auch, dass ein Krieg der zu lange dauert am Ende auch das Land, das gesiegt hat zu zerstören vermag.
Die barmherzige Seele zu spielen ist nur etwas für die, die Angst haben, im Leben Stellung zu beziehen. Es ist immer einfacher, an die eigene Güte zu glauben, als den anderen die Stirn zu bieten und für die eigenen Rechte zu kämpfen. Es ist immer einfacher, eine Beleidigung stillschweigend hinzunehmen, als den Mut aufzubringen, gegen jemand Stärkeren zu kämpfen, & so bin ich & war ich schon immer, aber hier erlernen sie einem das gegenteil. Es gibt Momente in denen man handeln muss & diese in denen man hinnehmen muss, ich denke ich habe jetzt die Gabe dies zu unterscheiden! "Ein verantwortlicher Krieger des Lichts ist nicht der, der das Gewicht der Welt auf seine Schultern häuft. Es ist jemand, der gelernt hat, mit den augenblicklichen Herausforderungen umzugehen." sagt Paolo Coelho, & damit hat er wirklich Recht. Und für jede Niederlage gibt es zwei Siege, alle die glauben wissen das!
am ende hatte ich wirklich meine professorin gefragt, ich wusste nichtmehr wo sonst noch hin..  die mich dann auch wirklich bei ihr wohnen lassen wollte.. und das wirklich wollte.. mich schon die letzte woche immer zum essen eingeladen hat und die mich als geschenk gesehen hätte, mit ihrer alten mutter allein lebt & mich wirklich wirklich gewollt hätte & mir alles gegeben.. und nichts.. nichts nichts!
Ich warte morgen auf dich, jetzt darfst du das erste mal wirklich stolz sein Papa, denn jetzt bin ich es auch!
Alles liebe
Katia

Und so schrieb ich alles was mir in den Kopf kam, die Gedanken vernebeln mir die Sinne, im Übermaß bringen sie meinen Kopf fast zum schmerzen, doch ich bin glücklich.
Ich war vielleicht noch nie stolzer auf mich & das macht mich ruhig.

Wir wollen niemals das sein, was wir werden wollten, als wir 5 Jahre alt waren. Wir wollen niemals die Person heiraten, die wir dachten wir würden. Aber alles was ich weiß ist, wir können & wir sollten verdammt noch mal versuchen zu tun was wir immer tun wollten.
Wir müssen uns selbt glücklich machen. Denn am Ende wirst du bereuen, nur alles für das Heil jemand anders gemacht, aber dein eigenes übersehen zu haben. Wir werden zu dem Besten werden, das wir sein können, aber niemand sollte sich mit ietwas, dass weniger als perfekt ist, zufrieden geben, ohne wenigstens gekämpft zu haben.
Und ich ich habe gelebt, ich habe wirklich, wirklich gelebt. Ich wurde verwüstet. Ich bin gebrochen. Ich bin in die Hölle gegangen & wieder zurück. Ich habe aber auch die Freude kennengelernt &die Leidenschaft. Und ich habe Liebe gefunden. Seht ihr, ... zu gehen ist für mich keine Strafe. Es ist vielmehr das Ende einer wundervollen Reise. Und ich merke es jetzt selbst, ich habe mich verändert & niemand kann mich mehr Vergleichen, mit dem was/wie ich einst war, vl auf den ersten Blick, aber sicher nicht auf den zweiten. 
Ich habe keine Angst mehr, denn mein Leben ist nicht hier, mein Leben ist meine Heimat!
Reisen ist kein einfacher Ortswechsel, keineswegs!
Beim Reisen wechselt man seine Meinungen und Vorurteile.
Man verliert Hoffnungen & baut neue Träume auf.
Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem, was ihm fehlt.
Und er kehrt nach Hause zurück, um es zu finden!

x, me

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