18. August 2010

Ich packe meine Koffer & nehme mit….

2 Koffer zu je 21 Kilo, in denen ich mein „Leben“ verstauen soll..

Mann o mann, satte 3 Tage lang habe ich mich jetzt geschunden und gewunden & als ich begann naja war ich noch voll Feuereifer, alles schöne, alles teure, all der Schmuck, all die Abendkleider, alles musste mit. Als dann nach 4 Stunden der erste Koffer voll war & sich darIn aber nichts anderes als Röcke, Kleider & T-shirts befanden, musste ich meine Packstrategie noch einmal überdenken.

Am nächsten Tag wurde es nicht besser & für ein Teil das ich den Koffer einpackte, nahm ich ein anderes wieder heraus.

Meine Laune war im Keller & ich nahm mir mal ne Auszeit und fuhr mit meinem Vater zum schönsten Platz, den es für mich gibt J Dieser liegt zwar gerade mal 1 km von meinem Zuhause weg, aber dort ist meine Insel, mein Rückzugsort, ja dort tanke ich Energie. So ruhte ich auf dem weichen Erdboden, unter meinen Birken & starrte in den Himmel. Die Sonne ging langsam aber stetig unter, die Luft roch nach gemähtem Gras & mit einer wohlig warmen Brise rauschten die Blätter im Wind. Wie lang werde ich nicht mehr hier sein, wie wird alles kommen..

Ich schloss die Augen und dachte an all die Menschen, von denen die meisten jetzt noch ganz nah & so bald schon unglaublich weit weg sein werden..

Und dann begriff ich es. Dieses eine Wichtige, dieses ES! Und mit dem fuhr ich nach Hause. Dort angekommen war innerhalb einer halben Stunde der Rest verstaut. Jetzt ist es wirklich nur ein einziger großer Koffer, in dem sich neben nicht sehr vielen Klamotten, Accessoires & co vor allem Gastgeschenke, Erinnerungen & Bücher befinden. Was ich begriffen habe jedoch, war & ist eine wundervolle & unglaubliche Lektion.

Bewusst musste ich mir machen, dass ich nicht in dieses Land reise um ein 1A Modepüppchen zu sein, genauso wenig wie mich mit meinen Habseligkeiten zu rühmen, nicht um mich zu präsentieren & auch nicht um immer topgestylt auf Aufriss zu gehen.

Ich, Katja Andrea Paulusberger bin eine Austauschschülerin.

Ich gehe nach Argentinien, weil ich Erfahrungen machen will, um Stärke zu gewinnen, weil ich diesen Kribbeln in mir habe, das sagt ich soll weitergehen, das ich jung bin & soviel erreichen kann, das die Welt wie ein Buch ist & der, der zu Hause bleibt, nur eine Seite liest…weil ich sehen will, was noch da ist, wenn alles andere wegfällt…

Ja, wegen so vielem.. Aber sicher nicht weil ich zeigen muss, wie wunderschön meine Kleider sind!

"When you breathe, you inhale and you exhale, but every single time that you do that you’re a little bit different then the one before. We’re always changing. And its important to know that there are some changes you can’t control

and that there are others you can."

I wonder what´s it all about...

Gute Nacht meine Lieben, heute war ein wundervoller Tag

xx

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