22. November 2011

No es un adiós, es un hasta luego

Es ist November geworden, falsch, es ist fast Ende November geworden.

Seit gestern bin ich in Österreich.. Wunsch o Wunsch.. 
Nein, es ist nicht wahr..
Ich will die Monate nicht zählen, die ich schon zurück bin, denn dann kommt mir alles noch realer vor.
Nie wieder habe ich geschrieben, nicht angeknüpft, verdrängt, unterdrückt, was auch immer.. 
Und auch jetzt bin ich noch "INCAPABLE"- unfähig, inkompetent, außer Stande.. die Worte zu finden, die diesem Blog einen ehrwürdigen Abschied bieten würden.
Doch ich dränge mich nicht, denn wenn auch ein wenig enttäuscht von meiner selbst, weiß ich, dass wenn die Zeit reif dafür ist, meine Gedanken wieder zu Worte  & ich sie endlich wieder niederschreiben können werde.

Soviel sei gesagt, es geht mir gut & die Tage fließen.
Meine Ankunft in Österreich & der Kulturschock, den ich bis ins 2.Monat in mir trug, war von immenser Härte & viel schlimmer, als jener den ich hatte als ich nach Argentinien kam.

Um ja nicht über alles nachdenken zu müssen, lud ich mir jeden Tag andere Freunde ein & verbrachte meine ersten Wochen sozialer denn je. Ein Hausbesuch folgte dem Nächsten & mit den Männern wurde es nie langeweilig. Passiert ist aber nichts.. ihr kennt mich ja ;)

Das Fortgehen probierte ich ein oder zweimal aus, um es dann auch sofort wieder zu unterlassen, da mich die Oberflächlichkeit der Gesellschaft hier innerlich fast umbrachte. Die Unfreundlichkeit der Menschen in diesem Land schien mir ein nicht überwindbares Hindernis & das bei Weitem nicht nur im Nachtleben.  Soviel Neid, soviel Böses, soviel Hast & die Jagd nach dem Geld.
Iwann holte mich alles ein & jegliches Freuen über die Rückkehr, das Bewusstsein, wie gut wir es haben & alle tiefe Sehnsucht nach den Personen meines Lebens, löste sich in Luft auf.
Der Ernst des Lebens hatte begonnen & diesmal war es mein echtes Leben.
Meine ersten Prüfungen meisterte ich mit Bravur, doch auch dies erregte mein  Gemüt nicht sonderlich.

Meine Freunde blieben meine Freunde, meine Familie meine Familie, mein Umfeld mein Umfeld..
Bis auf kleine Abänderungen... Ist alles bei Alten geblieben...
Was für einen Zweck also hatte dieses Jahr also wirklich?
(das ich mir das überhaupt schreiben traue, wenn es auch nur eine rhetorische Frage ist)

Ich werde es euch sagen,
Ich bin es! Ich ganz allein!
Ich habe mich verändert, in MIR fühlt es sich anders an.
Und wenn ich versuchen soll, dass iwie in Worte zu fassen, dann sähe das Ganze wohl so aus.

Ich bin erwachsen geworden. punkt

Nicht besser oder schöner, nicht schneller, vernünftiger, ernster 
oder.. was auch immer es sei!
Nur älter, reifer, mit mehr Erfahrungen & mehr Sichtweisen.

Mit der Liebe fest verankert in meinem Herzen, dem Glauben daran, dass zwischen Schwarz & Weiss, Dumm & Klug, Rechts & Links, Krieg & Frieden immer eine Grauzone besteht. Denn nichts ist entgültig. 
Nichts kennt nur eine Wahrheit & ein Mensch trägt immer auch einen Engel in sich.

Irgendwann werde ich all das begreifen können, irgendwann werde ich imstande sein zu reflektieren, irgendwann werde ich euch sagen, was ich alles gelernt habe & was mir alles abhanden kommen ist, irgendwann wird jede Sehnsucht gestillt & jede Wunde verheilt sein..
Irgendwann hoffe ich, werde ich ihm für alles danken können meinem Land Argentinien.
Irgendwann vielleicht.. denn Wunder geschehen...
Irgendwann kehre ich zurück

Danke für die Liebe die ich nicht mehr spüren konnte & das Glück, das ich meinte dadurch verloren zu haben.. Danke dass ich jetzt weiß, dass jeder Mensch imstande ist zu VERSTEHEN & das auch ganz ohne Worte...  


Nicht ein Jahr in einem Leben, sondern ein Leben in einem Jahr
Argentina 2010/2011


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