"Armut ist keine Schande,
aber das ist ungefähr alles, was man Gutes über sie sagen kann."
aber das ist ungefähr alles, was man Gutes über sie sagen kann."
Meine Fotoserie beginne ich mit La Quiaca, der ärmsten aller Städte, die ich gesehen habe. Genauso wie tausende Hunde, ist auch überall Müll. Dieser verschmutzt nicht nur die Stadt & Natur, vor allem stinkt er auch erbärmlich!
Von den Autos oder Straßen will ich gar nicht erst anfangen.
Mapuche nennen sich die Menschen des Indogenenstammes , der sich durch seine bunten Kleider auszeichnet & von den nicht gerade liberalen Argentiniern, für die Armut verantwortlich gemacht wird.
Der Mann im Hintergrund ist hier 2 Mal zu sehen, habt ihrs bemerkt?
Er hat mich einfach sprachlos gemacht. Ein Auge fehlte, genauso wie ein Bein, die Brillen auf die Stirn geschoben & mit einem Stock, schleppte er unter den letzten freien Arm geklemmt einen kiloschweren Kartoffelsack!
Er hat mich einfach sprachlos gemacht. Ein Auge fehlte, genauso wie ein Bein, die Brillen auf die Stirn geschoben & mit einem Stock, schleppte er unter den letzten freien Arm geklemmt einen kiloschweren Kartoffelsack!
Eine Frau mit leidendem Blick, zählt das wenige Geld, das sie beim Kartoffelverkaufen einnimmt. Was uns über die Leute im Norden erzählt wurde, sie seien freundlich, doch mir ist eher das Gegenteil wiederfahren. Wenn man sie um Auskunft fragte, drehten sie sich um und gingen, ohne zu antworten! Ihre Kinder nahmen sie bei den Händen & befahlen ihnen "Seht da nicht hin, seht da nicht hin!" Ich bin mir selbst noch nie so schäbig vorgekommen, denn auf einmal war ich als "Reiche" der Abfall unter all den "Armen"!
Die Gassen stanken nach verfaultem Fleisch, die Fruchtstände voll von verstaubten Früchten!
Flohmärkte & Kramschläden überall, aber einen normalen Supermarkt oder ein Café fast unauffindbar.
Flohmärkte & Kramschläden überall, aber einen normalen Supermarkt oder ein Café fast unauffindbar.
Schaut wie süß dieser Wuzi ist,
ich hätte ihn am Liebsten einfach eingepackt & mitgenommen !-->
Als wir uns alle endlich wieder versammelten & in den Bus einstiegen, war ich richtig froh dort wegzukommen. Doch der Tag sollte noch schlimmer werden! Es ging nur wenige Meter weiter zur Grenze nach Bolivien & was sich dort abspielte, ich wollte meinen Augen nicht trauen!
Die Menschen nehmen ihr Sack & Pack & flüchten samt Familie & kleinen Kindern über den viel zu seichten Grenzfluss & das nur 100 Meter neben dem legalen Grenzübergang! Die Polizei siehts, doch gemacht wird nichts! Es ist kein Spektakel, es ist Alltag. Alleine in 10 Min. habe ich an die 20 Menschen beobachtet, die seelenruhig über den Fluss wateten! Und ständig beschweren sich die Argentinier über die hohe Ausländeranzahl in ihrem Land, klagen darüber, dass all die "Villas- Armenviertel" rundum Buenos Aires, voll mit Bolivianern & Paraguayos sind. Aber wenn ein paar Meter neben der Grenze Leute die Länder wechseln, wird weggeschaut. Was ist das, frage ich mich. Faulheit, Nachlässigkeit...?
Am Ende unseres Tagesausflugs in die Quiaca,
suchten wir uns noch folgendes Schild :
Ende der Welt, das wir bei der Südreise besucht haben sind es also 5121 km.
Kann sich das jemand vorstellen, wie weit ich schon gereist bin?!
Nein... ich kann es auch nicht realisieren,
das ist etwa 5 mal nach Paris oder 3 mal nach Madrid!
Welche Distanz!
Dieser Tag hat mir so einiges übers Leben gelernt, die Gesichter der Menschen kann ich bis heute nicht vergessen. Ich bin dankbar, dankbar, dankbar für mein Leben!
Dankbar dafür, eine Familie & Freunde zu haben & vor allem dankbar für das Land & die Umstände in denen ich geboren wurde!
Ohne euch bin ich nichts, x. K
Dankbar dafür, eine Familie & Freunde zu haben & vor allem dankbar für das Land & die Umstände in denen ich geboren wurde!
Ohne euch bin ich nichts, x. K
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